Terramation – Kompost statt Sarg

Im Frühling 2026 strahlte das Schweizer Fernstehen (SRF) einen Beitrag mit dem Titel «Kompost statt Sarg – Eine neue Art der Bestattung» aus. Darin wird die Terramation beschrieben, also die Bestattungsart, bei der ein Leichnam mittels Kompostierung in 40 Tagen wieder zu Erde wird.

Bestattungsformen als Spiegel der Zeit

In der Schweiz werden heute die meisten Personen nach ihrem Tod kremiert. Die Urnen mit der Asche werden nach wie vor grösstenteils auf Friedhöfen bestattet. Daneben gibt es Erdbestattungen, bei denen der Sarg auf dem Friedhof in die Erde gelassen wird. Im Vergleich zu früher nimmt die Zahl der Erdbestattungen eher ab.

Wie wir unsere verstorbenen Mitmenschen bestatten, hat sich im Laufe der Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende verändert. Neben den historischen und soziokulturellen Aspekten gibt es auch Umwelteinflüsse, die dabei eine Rolle spielen. An Orten auf dieser Welt, wo Holz rar ist, spielt die Feuerbestattung / Kremation eine viel geringere Rolle als bei uns.

Terramation – eine zeitgemässe Bestattungsart?

Der halbstündige Reporter-Film gibt einen spannenden Einblick in die verschiedenen Bestattungsformen und lässt Menschen zu Wort kommen, für die eine Feuerbestattung oder Erdbestattung sich nicht richtig anfühlen. Bei der Terramation wird ein menschlicher Körper, in einen Cocon eingebettet, nach dem Tod innerhalb von 30-40 Tagen wieder zu Erde. In Deutschland ist diese Art der Bestattung bereits legal, in der Schweiz noch nicht. Hingegen gibt es in Deutschland noch die Friedhofspflicht, während in der Schweiz die Friedhofspflicht vom Tisch ist und die frisch kompostierte Bestattungs-Erde nach der Beerdigung effektiv im eigenen Garten beigesetzt werden könnte.

Ich kann den Film sehr empfehlen: Er erweitert den Horizont und berührt spannende Fragen rund um zeitgemässe Bestattungsformen.

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